Erläuterungen:

Die Nummerierung erfolgt von 1 beginnend mit mir und fortsetzend mit 2 für meinen Vater, 3 für meine Mutter, weiterhin 4
für den Vater meines Vaters, 5 für die Mutter meines Vaters, 6 für den Vater meiner Mutter und 7 für die Mutter meiner
Mutter
. So verdoppeln sich die Nummern in jeder zurückliegenden Generation und Männer haben immer gerade
Zahlen
, Frauen ungerade Zahlen als Ahnennummern.
Ich selbst (auch Proband genannt), habe also die Nummer 1, meine Geschwister bekommen keine Nummer, sondern
einen Bindestrich -. Aber falls ein Bruder oder eine Schwester ihre Ahnenlisten verfassen, dann bekommen ich und die
anderen Geschwister den Bindestrich und der Proband die 1.

Natürlich kann man die Geschwister in Ahnenlisten auch weglassen, denn sie werden hauptsächlich in Stammbäumen
angegeben. Stammbäume zeigen die bildhaften Darstellungen aller Nachkommen einer Familie, also die
Gesamtentwicklung von einem Stamm-Elternpaar ausgehend, Ahnentafeln dagegen die Vorfahren einer Person, also die
Abstammung dieses Probanden. Es sind bildlich gesprochen die eigenen Wurzeln.


Statt der bildhaften Darstellungen, die meist als Rollen, Wandbilder oder in irgendeiner grafischen Form vorliegen, nutzt
man die Listenform dazu, Daten auf geringstem Platz und ohne Grafik zu speichern, meist als Buch. Ahnenlisten sind
demzufolge entweder nach Generationen oder in alphabetischer Reihenfolge geordnete Listen. Um in alphabetischen
Listen die Abstammung zuordnen zu können, nutzt man das o. g. Nummerierungsschema. Damit wird für jede Person
genau die Stelle (senkrecht (nach oben oder unten) die Zahl der Generation und zur Seite (waagerecht) die entsprechende
Ahnen-Linie), wie in einer dreieckigen Matrix, auf einer Ahnentafel lokalisiert.

Der optische Unterschied zwischen Stammbaum und Ahnentafel ist folgender, Stammbäume beginnen unten mit den
ältesten Vorfahren (dem Stamm oder die Wurzel) und führen alle Nachkommen darüber auf (als Zweige einer
"Baumkrone" mit einem "Blatt" für jede Person) und Ahnenlisten beginnen mit einer Person (dem Probanden, oben) und
führen sämtlichen direkten Vorfahren (nach unten, ohne deren Geschwister) auf, wie im folgenden Beispiel:
Übrigens gibt es auch Kombinationen, die nach unten eine Ahnentafel (grafisch in Form einer "Wurzel"), in der Mitte den
Probanden (grafisch der "Stamm") und nach oben alle Nachkommen als Stammbaum (grafisch "Äste" und "Zweige" mit
"Blättern") zeigen.

Sind zu einer so vergebenen Ahnen-Nummer keine Angaben zur Person bekannt, so wird sie in der Liste auch nicht
aufgeführt, auf einer Ahnentafel oder einem Stammbaum ebenfalls nicht. Man erspart sich so jede Menge leere Blätter.

Die gebräuchliste und übersichtlichste Reihenfolge der Einträge in einer Ahnenliste wird alphabetisch vorgenommen. Man
beginnt mit einem Namen eine "Linie", also mit der jüngsten Person (ein Mann mit gerader oder eine Frau mit ungerader
Ahnen-Nummer) dieser Linie. Darunter werden alle zu dieser Linie gehörenden Personen gleichen Namens aufgeführt,
also deren Vorfahren meist väterlicherseits und deshalb mit geraden, sich verdoppelnden Ahnen-Nummern. Die Linie
endet mit dem ältesten Namensträger (dem Stammvater) dieser Linie. Darunter folgt der alphabetisch nachfolgende Name
und damit eine neue Linie. Bei gleichen Namen verschiedener Linien beginnt man mit der jüngsten Linie, also der Person,
die die kleinste Ahnen-Nummer besitzt.

Die alphabetische Ordnung hat sich im Gegensatz zu der nach Generationen bewährt. Man kann so eine Ahnenliste durch
Einschieben fehlender Angaben beliebig ergänzen. Linien werden schnell gefunden und zusammenhängend dargestellt. Will
man dagegen in einer Liste nach Generationen eine Linie (einen Namen) zurück verfolgen, so muss man ständig blättern
und erneut suchen.

Kommt es vor, dass ein Elternpaar in vorherigen Generationen gemeinsame Vorfahren besitzt, spricht man vom
Ahnenverlust. Wenn ein sogenannter Ahnenverlust auftritt, d. h. wenn z. B. Urgroßeltern eines Elternpaares identisch sind,
so wird für die Generationen davor jede Person nur einmal aber mit doppelter Ahnennummer aufgeführt, z.B. 64 = 198.
Daraus ergeben sich die nachfolgenden Nummern 128 = 396, 129 = 397, 256 = 792 usw..

Bei mehreren Ehen werden weitestgehend alle Ehen vermerkt. Bis auf die Ehe der leiblichen Eltern werden alle anderen
Ehen mit Stief-Elternteilen in Klammern gesetzt. Demzufolge werden auch die Nummern der Personen (der Stiefmutter
oder des Stiefvaters) in Klammern gesetzt. Durch die Klammern unterscheidet man Stief-Eltern von leiblichen Eltern, denn
die Ahnen-Nummern selbst sind gleich.

Die Einträge in einer solchen alphabetisch geordneten Ahnenliste setzen sich wie folgt zusammen:

Ahnennummer Name, Vornamen
(mögliche andere Schreibweisen Name, Vornamen)
Bemerkungen, wie Stand, Beruf usw. (in zeitl. Reihenfolge)
Geb.: Geburtsort Geburtsdatum ggf. Vermerke
Taufe: Taufort Taufdatum ggf. Vermerke
Gest.: Sterbeort Sterbedatum ggf. Vermerke
Beerd.: Beerdigungsort Beerdigungsdatum ggf. Vermerke
Ehe/1. Ehe: Trauungsort Trauungsdatum ggf. Vermerke
Braut-/Bräutigam-Name
ggf. weitere Ehen (bei nicht leiblichen Elternpaaren werden die Ehen komplett in Klammern gesetzt)
Quelle: Angaben zur Herkunft der Daten, Ausz. = Kirchenbuchauszüge, Mitt. = Mitteilungen, A bzw. AL = Ahnenlisten-Nr.
usw.

Beispiel:
480 Neuendorf, Johann Christian
(andere Schreibweise auch: Neüendorff)
Grundsitzer in Sandbeyendorf, Arbeitsmann, Tagelöhner in Sandbeiendorf
Geb.: Burgstall 30.04.1730
Taufe: Burgstall 02.05.1730
Gest.: Sandbeiendorf 16.12.1809, 80J., Schlagfluß
1. Ehe: Sandbeiendorf 07.05.1755
Dorothea Bielefeld
(2. Ehe: Sandbeiendorf 28.08.1792
Marie Dorothea Hübner, Witwe)
Quelle: Ausz. Susanne Paasch, Haydnplatz 11, 3024 Magdeburg


Fehlende bzw. unvollständige Angaben werden durch '...' bzw. '?' ersetzt. Nicht gesicherte oder ungenaue Angaben
werden mit einem entsprechenden Vermerk versehen, wie z. B. 'err.' für errechnet (ohne Gewähr) und in Klammern
gesetzt. Auch unkonkrete Datumsangaben, wie z. B. '10. Sonntag nach Trinitatis' werden in Klammern gesetzt.

Namen von Personen und Orten werden in originaler und in korrigierter Schreinbweise wiedergegeben. Die Personen-
und Ortsnamen werden so mit allen gefundenen Schreibweisen aufgeführt.

Die Ahnenliste wird durch weitere Anlagen, wie z. B. eine Übersicht als Ahnentafel (als dreieckige Matrix mit der Spitze
(Proband) links, Generationen in Spalten nach rechts und Ahnen-Linien in Zeilen angeordnet), ein alphabetisches Orts-
und Namensregister ergänzt.

Außderdem sind alle Detail-Seiten als Textseiten download-bar (z. B. zum herauskopieren u. weiteren Bearbeiten).
Sie dürfen selbstverständlich meine Angaben für die eigene Forschung verwenden. Achten Sie dabei bitte auf die
dataillierten Quellenangaben.


Ahnenliste Himsel
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Himsel